Schauspieler André Eisermann («Schlafes Bruder») verkörpert in einem Open-Air-Projekt in Thüringen «die Zeit» - und beschäftigt sich aktuell besonders mit dem Thema Vergänglichkeit. «Was ich über die Zeit gelernt habe? Dass sie kostbar ist. Und dass sie eigentlich das Einzige ist, was wir besitzen - wenn auch begrenzt», sagte Eisermann in Gotha. Dort steht der 58-jährige Wormser in «Königshaut» vom 2. bis 4. Juli auf der Bühne. Das Stück verbindet Theater, Musik und moderne Projektionstechnik.
«Geht es nicht darum, womit wir die Zeit ausfüllen, wie und mit wem wir sie verbringen? Auch am Theater», sagte Eisermann. Von Theatermacher George Tabori habe er das Schönste darüber gehört. «Er sagte immer: "Langsam, langsam. Wir haben keine Zeit." Daraus habe ich tatsächlich etwas gelernt.»