Zwei Jahrzehnte nach dem Brand der berühmten Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar soll unter anderem mit Kunst und Gesprächsrunden daran erinnert werden. Ein Programmpunkt ist das Projekt «Ars Ignis. Die Poesie der Zerstörung» der Künstlerin Anna Talens im Rokokosaal und im Studienzentrum der Bibliothek. Die Spanierin arbeitet mit Fragmenten loser Buchseiten und groben Aschepartikeln. Sie widmet sich unter anderem den Resten von Büchern, die nach dem Brand nicht restauriert werden konnten. . Als Teil des Kunstfests Weimars ist ihre Arbeit ab Donnerstag (22. August) zu sehen. Passend dazu sind szenische Lesungen geplant, wie die Klassik Stiftung Weimar mitteilte.
Am 4. September referieren Experten über die Brandursache und die Bergung der beschädigten Bücher. Gesprächsrunden und Präsentationen sind für den 6. September geplant. Dabei geht es etwa um ein Projekt, mit dem Zeitzeugen ihre Erinnerungen, aber auch ihre Erwartungen für die Zukunft der Bibliothek in deren Sammlung einbringen können. Dafür wurden Videointerviews geführt, die dann in der Digitalen Sammlungen der Bibliothek aufgerufen werden können. Auch ein Gespräch zwischen dem aktuellen Bibliotheksdirektor Reinhard Laube und dem Direktor zum Zeitpunkts des Brands, Michael Knoche, ist geplant.