Wegen der schwierigen finanziellen Lage hat das Theater Erfurt angekündigt, auf weitere Inszenierungen aus dem «Ring des Nibelungen» zu verzichten. Der erste Teil der Oper von Richard Wagner «Das Rheingold» werde zwar noch wie geplant in dieser Spielzeit gezeigt, teilte das Theater am Montag mit. Weitere Teile würden vorerst aber doch nicht auf die Bühne kommen. Statt weiterer «Ring»-Teile soll in der Spielzeit 2024/25 das Oratorium Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy in einer szenischen Version aufgeführt werden. Wie hoch die so eingesparte Summe ist, sagte eine Theatersprecherin auf Anfrage am Montag nicht.
Langfristig geplante Spielzeitprojekte des Theaters wie der «Ring» seien im Zuge der Neubesetzung der Werkleitung auf den Prüfstand gekommen, hieß es. In Folge von Vorwürfen unter anderem wegen mutmaßlichen Machtmissbrauchs am Theater Erfurt wurde der Generalintendant Guy Montavon als Werkleiter abberufen und eine neue kommissarische Werkleitung eingesetzt. Montavon ist derzeit freigestellt.