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Thüringens Kulturminister verteidigt Weimers Auftritt beim Buchenwald-Jahrestag

Thüringens Kulturminister verteidigt Weimers Auftritt beim Buchenwald-Jahrestag
Ein geplanter Auftritt des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer beim Gedenken zum Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald ist umstritten. (Archivbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Von: DieThüringer News
Zwei Verbände forderten vom Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, auf einen öffentlichen Auftritt zu verzichten. Thüringens Kulturminister Christian Tischner stellt sich hinter Weimer.

Thüringens Kulturminister Christian Tischner (CDU) hat einen geplanten Auftritt des Kulturstaatsministers Wolfram Weimer beim Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald verteidigt. «Dass der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien am 12. April in Buchenwald spricht, ist ein starkes und notwendiges Signal für die Kontinuität unserer nationalen Verantwortung - gerade in einer Zeit, in der Erinnerungskultur und das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus von verschiedenen Seiten unter Druck geraten», teilte Tischner mit. Das Gedenken an die Befreiung von Buchenwald lebe davon, dass sich die demokratische Gesellschaft zu ihrer Verantwortung bekenne.

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Weimer erhält Rückendeckung

Tischner reagierte damit auf einen offenen Brief von zwei Buchenwald-Verbänden an Weimer, in dem sie ihn aufgefordert hatten, auf einen öffentlichen Auftritt beim Gedenktag zu verzichten. Bei den Verbänden handelt es sich um Zusammenschlüsse von Angehörigen ehemaliger politischer Häftlinge des Lagers. Auch der Zentralrat der Juden und der israelische Botschafter Ron Prosor stellten sich ausdrücklich hinter Weimer. Der Leiter der Gedenkstätte Buchenwald, Jens-Christian Wagner, begrüßte Weimers Teilnahme an der geplanten Gedenkveranstaltung am 12. April.

Tischner betonte, Weimers Einsatz für den Erhalt und die Weiterentwicklung der deutschen Gedenkstättenlandschaft sei ein zentraler Pfeiler im Kampf gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus. «Der Schulterschluss zwischen Bund, Land und Zivilgesellschaft am Ort des Geschehens ist das wichtigste Zeichen gegen aktuelle Radikalisierungstendenzen.»

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