Mit einer Fülle von Veranstaltungen erinnern Thüringen und Sachsen-Anhalt in diesem Jahr an das Ende des Deutschen Bauernkrieges 1525. Allstedt, Mansfeld, Bad Frankenhausen, Heldrungen und Mühlhausen waren vor 500 Jahren wichtige Schauplätze der von den Ideen der Reformation befeuerten Erhebung, die Tausende Bauern, Bergleute und auch Städter erfasste. Hier wirkte der in Stolberg geborene radikale Prediger und Bauernführer Thomas Müntzer, der nach der von den Bauern im Mai 1525 verlorenen Schlacht von Bad Frankenhausen hingerichtet wurde.
Geplant sind unter anderem Ausstellungen, Konzerte, Tagungen und eine Nachstellung der Schlacht, mit der die Organisatoren auch Touristen anlocken wollen. Für die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) steht weniger das Spektakel im Vordergrund. «Wir erinnern uns und feiern nicht den Krieg, sondern wir nehmen ernst, was damals passiert ist und wie die Auswirkungen bis heute waren», betont Landesbischof Friedrich Kramer. Die EKM bringt sich unter anderem mit ökumenischen Gottesdiensten, einer Predigtreihe und einem Thomas-Müntzer-Oratorium in das Erinnerungsjahr ein.