Beim Festival «Yiddish Summer Weimar» sollen in diesem Jahr besonders Frauenstimmen zu hören sein. «Jiddisch-sprachige Kulturgeschichte ist etwas, das über die Jahrhunderte hinweg durch Frauen be- und gefördert wurde», sagte die diesjährige Gastkuratorin Diana Matut bei der Programmvorstellung in Weimar.
Jiddisch ist eine Umgangssprache mancher Juden, wird aber auch von anderen Menschen gelernt und gesprochen. Die Wurzeln der Sprache reichen lange zurück, in ihr haben sich etwa Hebräisch und Deutsch vermischt. Vor der systematischen Vernichtung der Juden im Nationalsozialismus sprachen Schätzungen zufolge elf Millionen Menschen Jiddisch, heute sind es deutlich weniger.