Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Reinhard Schramm hat sich betroffen über den antisemitischen Vorfall mit einem abgelegten Schweinekopf an einem Gedenkort in Apolda gezeigt. «Ich finde es einfach traurig», sagte Schramm im Gespräch mit Deutschen Presse-Agentur. Das Team hinter der Gedenkstätte leiste seit vielen Jahren besondere Arbeit, fülle den Ort mit Inhalten und sei besonders engagiert.
«Man kann ihn eindämmen, leider scheint es aber nicht zu gelingen, Antisemitismus abzuschaffen», so Schramm weiter. Er hoffe, dass die Gesellschaft sich so entwickeln könne, dass sich auch Minderheiten wohlfühlen. «Wenn Minderheiten menschlich behandelt werden, wird auch das Land gesund sein», sagte Schramm. Der Kampf gegen Antisemitismus als Kampf gegen die Unmenschlichkeit müsse Konsens aller demokratischen Parteien sein.