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Erfurt: Mitgliederzulauf bei der Thüringer Linken hält an

Erfurt: Mitgliederzulauf bei der Thüringer Linken hält an
Die Linke hält ihren Landesparteitag in Erfurt ab / Foto: Bodo Schackow/dpa
Auf einem Parteitag in Erfurt diskutiert die Linke darüber, wie sie als Oppositionskraft in der Zukunft agiert - und wie sie mit der gestiegenen Mitgliederzahl umgeht.

Der Mitgliederzulauf bei der Thüringer Linken hält an. «Wir haben im Schnitt vier Neueintritte pro Tag», sagte die Landesvorsitzende Katja Maurer bei einem Landesparteitag in Erfurt. Derzeit habe die Partei, die bis 2024 in Thüringen mit Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten stellte, rund 4.500 Mitglieder. 

Seit Anfang des vergangenen Jahres seien mehr als 1.700 neue Mitglieder eingetreten, allein 50 seit dem Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Anfang September. 

«An uns kommt niemand vorbei»

Maurer machte deutlich, dass der Mitgliederzuwachs eine Herausforderung für die Partei sei. Ziel müsse sein, aus der gewachsenen Mitgliedschaft «eine handlungsfähige Partei zu machen». Sie schlug vor, Tandems aus erfahrenen und neuen Mitgliedern zu bilden. 

Auf dem Parteitag beschäftigt sich die Linke, die seit zwei Jahren auf der Oppositionsbank sitzt, mit ihrer stärker gewordenen Rolle im Thüringer Parlament. «An uns kommt niemand vorbei», ist einer der Anträge überschrieben, die beraten werden sollen. 

Nach dem Zerfall des BSW als Regierungspartei hat die Koalition von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) nur noch 39 sichere Stimmen im Landtag, mindestens 45 sind für Entscheidungen nötig. Sie ist damit noch stärker auf Kompromisse mit der Linken angewiesen.

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