Thüringen will es Influencern schwer machen, ihre Einnahmen im Internet am Fiskus vorbei zu manövrieren. Es gebe mehr hauptberufliche Influencer mit Sitz in Thüringen als gedacht, sagte Finanzministerin Katja Wolf (BSW) in Erfurt. Das Land habe eine 15-köpfige Taskforce aus Fachleuten der Finanzverwaltung und der Steuerfahndung eingesetzt, die derzeit die verschiedenen Social-Media-Kanäle und Plattformen auf Influencer durchforste. «Es darf im digitalen Bereich kein Steuerdefizit geben», so die Ministerin.
Bisher seien mehr als 500 Hauptberufler in dieser Gruppe mit Sitz in Thüringen festgestellt worden - einige von ihnen mit mehr als einer Million Follower. «Davon kann man durchaus gut leben», so die Ministerin. Die Zahl derer, die nebenberufliche in dem Metier unterwegs seien, könne noch nicht beziffert werden.