Thüringen setzt beim Einsatz von Ersthelfern in medizinischen Notfällen auf eine App statt einer gesetzlichen Regelung. Die Ersthelfer, sogenannte First Responder, sollen die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungssanitätern und Notärzten überbrücken. Ein Gesetzentwurf der oppositionellen AfD-Fraktion zur Regelung von Ersthelfern bei den Thüringer Feuerwehren fiel im Landtag durch. Abgeordnete der vier anderen Fraktionen bezeichneten den Gesetzentwurf als unzureichend, viele Fragen unter anderem zu Ausbildung, Ausrüstung und Versicherung der Ersthelfer blieben offen.
«Die vorgeschlagene Regelung ist unpraktikabel», sagte die SPD-Abgeordnete Dorothea Marx. Sie verwies darauf, dass derzeit eine App in Thüringen erprobt werde, über die Ersthelfer im Notfall alarmiert werden können. Der Linke-Abgeordnete Roland Hande verwies darauf, dass der Feuerwehrverband vor einer Überlastung der freiwilligen Feuerwehren im Freistaat gewarnt habe.