Ein halbes Jahr nach dem Start des kommunalen Investitionsprogrammes des Landes sind bislang Projekte im Umfang von rund 164 Millionen Euro beantragt worden. Knapp 130 Millionen Euro davon seien bereits ausgezahlt worden, zogen Finanzministerin Katja Wolf (BSW) und der Vorstandsvorsitzende der Thüringer Aufbaubank, Matthias Wierlacher in Apolda eine erste Zwischenbilanz. Bislang hätten 163 Kommunen Anträge gestellt - von großen Landkreisen bis zu sehr kleinen Gemeinden.
Der Topf umfasst insgesamt eine Milliarde Euro. Alle Thüringer Kommunen können daraus Kredite bei der Aufbaubank beantragen - auch jene, die aufgrund ihrer finanziellen Schwäche sonst keine Kredite mehr erhalten. Das Land übernimmt Zins und Tilgung. Der Freistaat geht mit dem kreditfinanzierten Kommunalprogramm einen Sonderweg. Anders als die meisten anderen Bundesländer gibt der Freistaat kein Geld aus dem Sondervermögen des Bundes für Infrastruktur an die Kommunen weiter, sondern hat das eigene, kreditfinanzierte Landesprogramm aufgelegt, das bis 2029 läuft. Es solle einen Investitionsstau bei den Kommunen abbauen.