Zwischen den einstigen Thüringer Koalitionären SPD und Linke knirscht es. Ihre Geduld mit der SPD-Fraktion sei «am Ende», sagte die neue Linke-Landesvorsitzende Katja Maurer der Deutschen Presse-Agentur. Auch der SPD-Landesvorsitzende Georg Maier sagte der dpa, es sei unstrittig, dass am Ende von Rot-Rot-Grün «etwas in die Brüche gegangen ist».
Maurer: SPD hat sich verändert
Eigentlich hätten die Linken gedacht, es werde auch in Zukunft zwischen beiden Parteien «aus alter Verbundenheit aus den Zeiten von Rot-Rot-Grün» heraus ein «recht vertrauensvolles, wenn auch kritisches Verhältnis», sagte Maurer weiter. «Und wir haben immer gehofft, dass die SPD so bleiben wird, wie wir sie kennengelernt haben.» Diese Hoffnung habe sich allerdings nicht erfüllt. Die SPD habe sich seit dem Start der Brombeer-Koalition stark verändert und nehme es offenbar hin, dass sich die Fraktionsspitzen von BSW und AfD treffen.
Linke, SPD und Grüne hatten zwischen 2014 und 2024 gemeinsam als erstes rot-rot-grünes Bündnis bundesweit in Thüringen eine Koalition gebildet. Nach der Landtagswahl aus dem vergangenen Jahr war die SPD dann in die bundesweit erste Brombeer-Koalition eingetreten, an der auch CDU und BSW beteiligt sind. Der Umgang der Koalition mit der AfD wird immer wieder debattiert. Erst vor Kurzem hatte sich der BSW-Fraktionschef Frank Augsten zu einem offiziellen Gespräch mit dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke getroffen.