Die Linke fordert nach dem Aus für das Erfurter Zalando-Logistikzentrum Korrekturen bei staatlichen Investitionshilfen für Unternehmen. Das geht aus einem Antrag hervor, der nach dem Willen der Oppositionsfraktion in einer Sondersitzung des Landtags beraten werden soll. «Nach den Hiobsbotschaften aus der Industrie muss spätestens nun auch nach der Zalando-Schließung klar sein, dass Lehren gezogen werden müssen», erklärte Linke-Fraktionschef Christian Schaft in Erfurt.
Die Linke habe als Termin den 25. Februar vorgeschlagen, sagte eine Fraktionssprecherin auf Anfrage. Letztlich entscheide aber der Landtag, wann die Sondersitzung einberufen werde. Zuerst hatte die «Osterländer Volkszeitung» darüber berichtet.
Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums hatte Zalando mehr als 22 Millionen Euro als Investitionshilfe erhalten. Die Zweckbindung sei ausgelaufen, die Auflagen erfüllt. Deshalb sei keine Rückforderung des Millionenbetrags möglich.