Die Linke-Landesvorsitzende Ulrike Grosse-Röthig hat der Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD schlechte Noten für ihre 100-Tage-Bilanz ausgestellt. «Bisher erleben wir nur Fehlentscheidungen, Selbstbedienung und heiße Luft – Enttäuschungen am laufenden Band», sagte die Linke-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Aus ihrer Sicht hat die neue Regierung unter anderem den Schulfrieden gebrochen und den Lehrermangel verschärft.
Die Landesregierung unter Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) will unter anderem mit einer umstrittenen neuen Schulordnung das Leistungsbewusstsein von Mädchen und Jungen durch Kopfnoten stärken. Außerdem sollen Schulen damit verpflichtet werden, bereits ab der sechsten Klasse darüber zu entscheiden, ob ein Kind in die nächste Klasse versetzt wird oder nicht.
Gerade letzterer Punkt ist bei Gemeinschaftsschulen mit reformpädagogischen Ansätzen umstritten, weil diese nach ihren Schulkonzepten erst später mit der Notenvergabe beginnen, Versetzungsentscheidungen erst später treffen. Kritiker der geplanten Änderung der Schulordnung wie Grosse-Röthig sehen die Gemeinschaftsschulen deshalb gefährdet.