Die Landesvorsitzende der Linken in Thüringen, Ulrike Grosse-Röthig, vermisst bislang ein vertrauliches Gespräch mit den künftigen Brombeer-Koalitionären darüber, wie Mehrheiten im Landtag zustande kommen sollen. Bei künftigen Entscheidungen wären CDU, BSW und SPD für eine Mehrheit auf mindestens eine zusätzliche Stimme angewiesen, die von den Linken kommen könnte.
Bislang habe lediglich SPD-Chef Georg Maier das Gespräch mit den Linken gesucht, das aber ohne Ergebnisse geblieben sei, sagte Grosse-Röthig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe in Thüringen. «Die Brombeere hat da nichts auf dem Zettel.»
Man müsse sich ja «möglicherweise auch mal zu viert in die Augen schauen, um einander vertrauen zu können», sagte die Linken-Landeschefin. «Dass wir der Brombeere ihre Mehrheiten aber einfach so vor die Füße legen, das ist ausgeschlossen.»