Die Landratswahl im Kreis Saalfeld-Rudolstadt wird über eine Stichwahl entschieden - keiner der drei Bewerber erzielte am Sonntag eine Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Die Kandidaten von SPD und AfD lieferten sich bei der Stimmenauszählung lange Zeit ein enges Rennen. Schließlich konnte SPD-Amtsinhaber Marko Wolfram einen Vorsprung erzielen.
In die Stichwahl in zwei Wochen (21. Juni) gehen damit der amtierende SPD-Landrat Wolfram, der 47,1 Prozent der Stimmen erhielt, und der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Benninghaus mit 40,2 Prozent der Stimmen. Das geht aus den am Sonntagabend veröffentlichten Daten des Kreiswahlleiters nach Auszählung aller Stimmbezirke hervor. Der Kreis im Südosten Thüringens gilt bisher als SPD-Hochburg.
Als dritter Bewerber ging im Kreis Saalfeld-Rudolstadt der parteilose Wolfgang Wehr ins Rennen. Der Bauingenieur und Professor an der Fachhochschule Erfurt erhielt 12,7 Prozent der Stimmen. Etwa 83.000 Menschen waren zu der Landratswahl aufgerufen. Die Wahlbeteiligung lag bei 56,0 Prozent - deutlich mehr als vor sechs Jahren mit 42,4 Prozent.