Schenk will Kernthemen der SPD stärker herausstellen
Die Kandidatin für die künftige Thüringer SPD-Spitze, Katharina Schenk, will ihre Partei über die aktuelle Koalition hinaus profilieren. «Es gibt ein SPD-Programm jenseits des Regierungsvertrages und das ist das, was wir wollen», sagte Schenk der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Die 38-Jährige ist in Thüringen Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie. Sie gehört zum Kabinett von Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), der eine Koalition aus CDU, Thüringen.Gerecht und SPD führt. Thüringens bisheriger SPD-Chef Georg Maier hatte am Mittwoch angekündigt, nicht wieder für das Amt des Landesparteichefs kandidieren zu wollen. Zugleich brachte er eine Kandidatur Schenks als neue Landesvorsitzende ins Spiel. Die Thüringer Sozialdemokraten entscheiden bei einem Landesparteitag am 21. November in Ilmenau über einen neuen Landesvorstand. Schenk hat bereits angekündigt für die Spitze kandidieren zu wollen. Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie - das seien Themen, die zum «zentralen Markenkern der SPD» gehörten, sagte Schenk. «Deswegen kommt es für mich darauf an, in der Regierungsarbeit deutlich zu machen, dass wir das soziale Gewissen dieser Koalition sind», sagte sie. Es sei aber auch wichtig, zu zeigen, was die SPD priorisiere, wofür sie Geld ausgebe und was eher zweite Priorität für die Sozialdemokraten habe. «Viele sagen, die Leute mögen keinen Streit. Ich glaube, die Leute mögen kein Gezänk, aber Wettbewerb mögen die Leute.» Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenKernthemen der SPD herausstellen