Die SPD will in den drei ostdeutschen Ländern mit bevorstehenden Landtagswahlen trotz teils miserabler Umfragewerte um Mehrheiten ohne AfD kämpfen. Die SPD werde «noch mehr Präsenz, noch mehr Engagement auf die Wahlkämpfe in den Ostlandesverbänden legen», kündigte die parlamentarische Geschäftsführerin Katja Mast am Dienstag zum Abschluss einer zweitägigen Sommertour in Cottbus an. Dies sei bei einer Sitzung des SPD-Präsidiums am Sonntag vereinbart worden.
Die SPD werde «alles dafür tun, dass es demokratische Mehrheiten gibt», sagte Mast. Rund zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Thüringen steht die SPD bei sieben Prozent. Stärkste Kraft wäre die AfD mit 28 Prozent, gefolgt von der CDU mit 23 und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit 21 Prozent. Die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow käme nur noch auf 11 Prozent. Rechnerisch möglich wäre ein Dreierbündnis aus CDU, BSW und SPD.