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Spezialschule für junge Ausländer ändert ihr Profil

Spezialschule für junge Ausländer ändert ihr Profil
Neues Profil für German Professional School in Thüringen. (Symbolbild) / Foto: Martin Schutt/dpa
Von: DieThüringer News
Junge Leute aus dem Ausland werden an der German Professional School auf eine Berufsausbildung in Thüringen vorbereitet. Nun gibt es Änderungen am Konzept und am Namen der Schule.

Sie soll junge Leute aus dem Ausland fit für Ausbildung und Arbeit in Thüringen machen: Nach einer Testphase wird das Profil der German Professional School neu ausgerichtet - und ihr Name geändert. Die Spezialschule mit einer Niederlassung unter anderem in Eisenach heiße künftig ThALENT - die Kurzfassung von Thüringer Allianz für Lernen, Erwerbstätigkeit und neue Talente, sagte Wirtschaftsministerin Katharina Boos-John (CDU) in Erfurt.

Sie kündigte an, dass nach der Aufbauphase der Schule Verwaltungsaufwand und Kosten verringert werden sollen und sich die Ausbildungsinhalte stärker am tatsächlichen Fachkräftebedarf der Thüringer Wirtschaft orientierten. Die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern werde ebenso verstärkt wie die mit vorhandenen Projekten zur Fachkräftegewinnung. 

200 Schüler im kommenden Jahr 

Die neue Struktur solle ab 2027 gelten. Im kommenden Jahr sollen an der Schule bis zu 200 junge Leute lernen. Die German Professional School (GPS), die sich an junge Menschen im Ausland und in Thüringen lebende Migranten richtet, lief zunächst in einer Testphase. Sie ist eine Reaktion auf den enormen Fachkräftebedarf in den kommenden Jahren. 

«Die Gewinnung von Fach- und Arbeitskräften ist eine der zentralen wirtschaftspolitischen Herausforderungen für Thüringen in den kommenden Jahren», so die Wirtschaftsministerin. Die Zahl der Erwerbstätigen werde sich nach Prognosen in Thüringen bis 2035 um rund 120.000 verringern. Bereits 2025 konnten etwa 1.120 Ausbildungsstellen nicht besetzt werden. Deshalb müsse auch jungen Ausländern der Weg in eine Ausbildung ermöglicht werden. 

Hohe Vermittlungsquote 

Nach Angaben von Boos-John wurden von den im Ausland angeworbenen Schülern der Spezialschule 98 Prozent vermittelt, 92 Prozent von ihnen seien in Thüringen geblieben. 

Ziel der Schule bleibe es, einerseits in Thüringen lebende Migranten auf eine Ausbildung vorzubereiten. Im vergangenen Jahr seien etwa 2.250 junge Menschen unter 23 Jahren mit Migrationsgeschichte arbeitslos gemeldet gewesen. «Dieses Potenzial sollten wir besser als bisher erschließen.» Andererseits sollen weiterhin junge Menschen aus dem Ausland für eine Ausbildung in Thüringen gewonnen werden. 

Einsparungen und Kostenbeteiligung geplant 

Zum Programm der Schule gehörten auch künftig Sprachförderung, berufliche Orientierung sowie die Vermittlung gesellschaftlicher und kultureller Grundlagen. Über Praktika oder Betriebsbesuche sollen Kontakte zu Betrieben hergestellt werden, in denen möglichst später die Ausbildung erfolgt. 

Die Überprüfung der Ergebnisse in der Pilotphase habe eine «arbeitsmarktpolitische Wirksamkeit des Programms» gezeigt. Bei bereits in Deutschland lebenden Teilnehmern habe die Vermittlungsquote in eine Ausbildung oder Beschäftigung bei 58 Prozent gelegen. 

Verbesserungsbedarf bestehe unter anderem bei Wirtschaftlichkeit und Bedarfsorientierung. Für die Koordinierung der Schule durch die Landesentwicklungsgesellschaft soll statt sieben Angestellten nur noch die Hälfte eingesetzt werden. Unternehmen, die von der Schule profitieren, sollen sich an der Finanzierung beteiligen.

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