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Tausende Messgeräte für mögliches Geothermie-Projekt

Tausende Messgeräte für mögliches Geothermie-Projekt
Sogenannte Geophone sollen Schallwellen, die von den Vibrationen der Spezialfahrzeuge erzeugt werden, aufzeichnen. Damit soll ein Bild des Erfurter Untergrunds entstehen und somit Auskunft über das Potenzial für Tiefengeothermie liefern. (Symbolbild) / Foto: Bernd Thissen/dpa
Von: DieThüringer News
Die Erfurter Stadtwerke hoffen auf Wärmeversorgung aus der Tiefe. Dafür braucht das Unternehmen aber erst einmal Daten.

Um das Potenzial für Tiefengeothermie aus dem Erfurter Untergrund zu klären, bereiten die Stadtwerke (SWE) Spezialuntersuchungen vor. Dafür sollen besondere Messungen auf dem Stadtgebiet und auf Bereichen von Nachbargemeinden durchgeführt werden, wie die SWE mitteilte. 

Etwa 19.000 sogenannte Geophone sollen dafür ausgelegt werden. Diese Sensoren zeichnen seismische Schallwellen auf, die Spezialtrucks durch Rütteln während der Untersuchungen erzeugen. Mit diesen Aufnahmen soll ein digitales Modell des Erfurter Untergrunds in einer Tiefe von bis zu 7.000 Metern entstehen.

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Abstimmungen mit Grundstückeigentümern stehen an

Ein externes Unternehmen soll nun im Auftrag der Stadtwerke die Abstimmung zu den Messvorhaben mit Grundstückseigentümern, Landwirtschaft und Gemeinden übernehmen. Im März 2026 sollen die Untersuchungen beginnen und je nach Witterung etwa bis zu 65 Tage dauern. In Ausnahmefällen könnten Messungen auch abends oder nachts erforderlich sein.

Bis Ende 2026 sollen die so gewonnenen Daten ausgewertet werden. Danach wollen die Stadtwerke etwa entscheiden, welcher Standort sich für eine aufwendige Tiefenbohrung eignet. Eine Erkundungsbohrung könnte 2028 erfolgen.

Förderung durch Bundesministerium

Rund 5,8 Millionen Euro kostet das Erkundungsprojekt, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie laut SWE mit 2,4 Millionen Euro fördert. Die restliche Summe tragen die Stadtwerke aus Eigenmitteln.

Die SWE hoffen, auf lange Sicht mit dem Tiefengeothermie-Projekt die Stadt Erfurt mit derzeit etwa 48.000 Fernwärme-Haushalte unabhängig von hohen und stark schwankenden Energiemarktpreisen zu machen. Allerdings: Für das Gesamtprojekt, das erst in einigen Jahren nachhaltige Energie liefern könnte, beläuft sich das Investitionsvolumen früheren Angaben nach voraussichtlich auf eine halbe Milliarde Euro.

Bei der Tiefengeothermie wird die Wärme von Gestein genutzt, um Wasser zu erwärmen und für die Heizung von Wohnungen einzusetzen.

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