Um die angekündigte Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl bis zum Ende des Jahres gewährleisten zu können, soll schon bald mit dem Leerzug der Anlage begonnen werden. In den nächsten Monaten solle dieser Leerzug sukzessive umgesetzt werden, sagte Thüringens Migrationsministerin Beate Meißner (CDU) im Erfurter Landtag während einer Regierungsbefragung. Er werde so rechtzeitig abgeschlossen sein, dass die Anlage wie angekündigt zum 30. November 2026 geschlossen werden könne.
Die Menschen, die noch in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl untergebracht seien, würden in naher Zukunft auf die Erstaufnahmestandorte in Eisenberg und Gera verteilt. «Wir werden uns dort an die mit den Kommunen vereinbarten Kapazitätsgrenzen halten», sagte Meißner. Das sei unproblematisch möglich, weil die Zahl der Flüchtlinge, die nach Thüringen kommen, derzeit sehr niedrig ist. Nach Meißners Angaben leben in allen Thüringer Erstaufnahmestandorten derzeit etwa 200 Menschen.