Thüringens Digitalminister Steffen Schütz würde die Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in Reden kennzeichnen. Er selbst nutze KI ausschließlich zu Recherchezwecken und zur Themenaufbereitung, sagte der BSW-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. «Reden oder Beiträge erstelle ich nicht mit KI. Würde ich aber kennzeichnen.»
Ministerpräsident Mario Voigt steht derzeit erneut wegen der Nutzung von KI in der Kritik. Das Portal «Frag den Staat» berichtete, dass einige Reden und Texte von Voigt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt worden sein sollen, etwa eine Rede zum Holocaust-Gedenktag im Jahr 2025.
Voigt sagte dazu dem «Tagesspiegel»: «Wenn es wirklich einzelne Passagen gab, die auch mit Hilfe von KI erstellt worden sind, dann werde ich dafür keinem den Kopf abreißen. Grundsätzlich halte ich aber sowieso fast alle meiner Reden frei.» Ohnehin mache er sich für den Einsatz von KI stark. Ministerpräsidenten haben in der Regel Redenschreiber, die zu verschiedenen Anlässen für die Regierungschefs Reden anfertigen oder vorformulieren.