Thüringen fördert 1.008 Ehrenamtsprojekte mit 8,7 Millionen Euro
Das Land Thüringen hat in diesem Jahr rund 1.000 Projekte über die sogenannte Ehrenamtsrichtlinie gefördert. Das seien mehr als im Jahr zuvor, wie der Ehrenamtsbeauftragte der Thüringer Staatskanzlei, Guntram Wothly, sagte. Demnach wurden 1.008 Projekte mit rund 8,7 Millionen Euro unterstützt. Die Bewilligungsquote lag bei mehr als 60 Prozent. Im Jahr zuvor seien es 763 Projekte mit mehr als 7 Millionen Euro gewesen. 2026 wurden Projekte aus den unterschiedlichsten Bereichen finanziell unterstützt. Die meisten Mittel flossen den Angaben nach mit knapp 400 Projekten mit rund 3,23 Millionen Euro in den Bereich Sport, Bildung und Gesundheit. Für rund 250 Projekte im Bereich Heimat, Kultur und Demokratie wurden 1,57 Millionen Euro bereitgestellt. 182 Vorhaben im Brand- und Katastrophenschutz erhielten 1,96 Millionen Euro. Wothly zufolge engagieren sich rund 680.000 Menschen im Freistaat ehrenamtlich. Damit habe Thüringen die höchste Engagementquote unter den ostdeutschen Bundesländern. Zudem gebe eine überdurchschnittlich hohe Vereinsdichte mit fast 19.000 Vereinen. Für das kommende Jahr sind den Angaben nach 979 Förderanträge mit einem Gesamtvolumen von rund 15,5 Millionen Euro eingegangen. Thüringen hat das Ehrenamt als Staatsziel in seiner Verfassung aufgenommen und ein Ehrenamtsgesetz beschlossen. 2025 wurden erstmals 18,5 Millionen Euro für die Förderung ehrenamtlichen Engagements aus dem Landeshaushalt bereitgestellt. Davon entfallen 15 Millionen Euro auf das Landesprogramm und 3,5 Millionen Euro auf die institutionelle Förderung der Thüringer Ehrenamtsstiftung. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenVergleichsweise hohe Engagementquote