Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) will Thüringens Handelschancen in China ausloten. Geplant sei eine Reise nach China mit Unternehmen aus dem Freistaat im vierten Quartal, sagte sie in Erfurt. Angesichts der Unsicherheiten auf Thüringens bisher mit Abstand wichtigstem Exportmarkt USA hält die Wirtschaft Ausschau nach Möglichkeiten, andere Handelsbeziehungen auszubauen. Boos-John betonte jedoch, die USA blieben für Thüringen sehr wichtig als Außenhandelspartner. 2024 habe das Handelsvolumen mit Thüringen insgesamt 2,8 Milliarden Euro betragen.
Die Ministerin nannte neben dem europäischen Markt auch Indien und Vietnam als Exportmärkte für die Thüringer Wirtschaft. Insgesamt gehe es darum, Thüringens Außenhandel auf eine breitere Basis zu stellen und damit krisenfester zu werden. Das sei ein Fazit des Besuchs einer Thüringer Unternehmer- und Hochschuldelegation Ende Mai in den USA.