Thüringens Frauenministerin Katharina Schenk sieht Bedarf an Beratungsmöglichkeiten für Betroffene sexualisierter Gewalt im digitalen Raum. «Ich würde sagen, das spezifische Beratungsangebot ist noch nicht ausreichend», sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Zudem seien Schulungen nötig. Die Landesregierung arbeite an einem Maßnahmenplan. Dieser soll noch im April im Kabinett beraten und dann vorgestellt werden.
Schritthalten mit neuen technischen Entwicklungen
Für Betroffene gebe es schon jetzt Anlaufstellen – etwa die Kinder- und Jugenddienste, Frauenhäuser und Frauendienste, erklärte Schenk. Wenn es um die Löschung von Inhalten geht, kann auch die Landesmedienanstalt ein Ansprechpartner sein. Schenks Einschätzung nach reicht das aber nicht. Es brauche eine «Diskussion darüber, wie man da vielleicht eindeutigere Ansprechstellen schaffen kann und vor allem wie die kompetent gehalten werden, um solchen technischen Entwicklungen und gesetzlichen Änderungen auch Schritt zu halten», sagte sie.