Thüringens Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij (Linke) hat um Zustimmung im Landtag für Änderungen in der Bauordnung geworben.
Geplant ist etwa, die Installation von Solaranlagen auf Dächern von Doppel- und Reihenhäusern zu erleichtern, in dem Abstände zu Brandwänden verringert werden. Außerdem sollen geräuscharme Wärmepumpen auch an Grundstücksgrenzen errichtet werden dürfen. Eine Nutzung von Dachgeschossen zu Wohnzwecken soll genehmigungsfrei möglich sein.
«Die Novelle der Bauordnung ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung Thüringens in den nächsten Jahren», sagte die Ministerin nach einer Mitteilung vom Dienstag. Die Bauordnung soll am Donnerstag im Parlament abschließend beraten werden.
Allerdings galt zuletzt eine Verabschiedung des Gesetzes als ungewiss. Innerhalb der Gruppe der FDP war auch am Dienstag noch nicht gänzlich geklärt, ob sie die fehlenden vier Stimmen für eine Mehrheit liefern werden. Linke, SPD und Grüne haben im Landtag keine eigene Mehrheit. Sie sind daher auf das Verhalten der Opposition angewiesen.