Thüringens Linke fordert Konsequenzen bei Antisemitismus
Thüringens Linke-Fraktionschef Christian Schaft hat Konsequenzen für Fälle von Antisemitismus in der Linkspartei gefordert. «Die Haltung von Elif Eralp und der Spitzen unserer Partei in Berlin gegen jede Form des Antisemitismus ist klar. In unserer Partei müssen Konsequenzen in solchen Fällen gezogen werden, das hat auch der Fraktionsvorsitzende im Abgeordnetenhaus Tobias Schulze sehr klar und deutlich gemacht», sagte Schaft der «Rheinischen Post». Schaft hatte sich bereits in der Vergangenheit immer wieder klar gegen jede Form von Antisemitismus geäußert - auch in seiner eigenen Partei. Die Thüringer Linke sei bei dem Thema stabil, hatte er im Mai gesagt und ergänzt: «Dass wir uns dazu bekennen, gegen jede Form des Antisemitismus - egal, ob Post-Shoah-Antisemitismus oder israelbezogenen Antisemitismus - zu kämpfen und damit auch das Existenzrecht Israels nicht infrage zu stellen». Die Debatte über Antisemitismus in der Linken hat angesichts des Wahlerfolges der Partei bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp wieder Fahrt aufgenommen. Eralp will regierende Bürgermeister im Roten Rathaus werden. Schaft sagte der «Rheinischen Post» weder Eralp noch die Menschen in Berlin sollten «für die notwendige Auseinandersetzung mit antisemitischen Positionen in unserer Partei» in Sippenhaft genommen werden. Die Thüringer Linke hat bereits reichlich Regierungserfahrung. Zwischen 2014 und 2024 stellte sie fast zehn Jahre lang - mit einer kurzen Unterbrechung - den ersten und bislang einzigen Linke-Ministerpräsidenten in Deutschland: Bodo Ramelow. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenHaltung der Linken in Thüringen
Schaft sieht notwendige Auseinandersetzung