In den größeren Städten Thüringens gibt es Planungen für Krisen- und Notlagen, in die zunehmend auch Überlegungen zur zivilen Verteidigung im Falle eines bewaffneten Konfliktes oder gar Krieges einfließen. Ein Teil dieser Weiterentwicklung: Die zuständigen Verwaltungen in Erfurt, Jena und Weimar haben sich nach eigenen Angaben zuletzt mit zwei Papieren auseinandergesetzt, die das Bundesamt für Bevölkerungsschutz veröffentlicht hat. Darin werden Szenarien skizziert, die auf Kommunen zukommen, sollte sich die sicherheitspolitische Lage weiter verschlechtern.
Beispielsweise wird im Rahmen dieses Projektes mit dem Titel «Wegweiser zur Zivilen Verteidigung in Kommunen» ein Szenario beschrieben, bei dem ein Militärkonvoi einen Unfall hat. Ebenso wird dort ein Szenario umrissen, in dem ein chemischer Kampfstoff auf einem Marktplatz versprüht wird. «Mehrere Personen brechen unmittelbar auf dem Marktplatz zusammen», steht in einem der Papiere. «Es kommt zur Panik und die Menschen verlassen das Marktgelände.»