Aus Sicht des Thüringer Verfassungsschutzpräsidenten Stephan Kramer ist die Sicherheitslage in Deutschland so kritisch wie zuletzt vor Jahrzehnten. «Die hybride Bedrohungslage in Deutschland ist derzeit so angespannt wie seit dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr», sagte er dem «Handelsblatt». Er meint damit das Zusammenspiel von Cyberangriffen, Sabotage, Spionage und Desinformation, mit denen Staaten oder deren ausführende Organe politischen wie gesellschaftlichen Druck ausüben.
Verschärft Russland seine Attacken vor der US-Wahl?
Auch der Ex-Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes, Arndt Freytag von Loringhoven, sieht eine Phase der Eskalation gekommen. «Besonders seit 2022 haben Intensität, Aggressivität und Breite von Cyberangriffen aus Russland auf Deutschland zugenommen», zitierte ihn das «Handelsblatt». Russland sei im Ukrainekrieg «erstaunlich in die Defensive geraten». Zugleich werde wegen der Zwischenwahlen in den USA das Zeitfenster kleiner, in dem Moskau noch auf Unterstützung von Präsident Donald Trump zählen könne: «Beides führt dazu, dass wir gerade mit einer weiteren Verschärfung rechnen müssen.»
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