Die Thüringer Linke-Fraktion hat Forderungen des Landesinnenministers Georg Maier (SPD) nach einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz zurückgewiesen. Die Linke brauche keine Nachhilfe bei der Bekämpfung von Antisemitismus, «auch nicht in den eigenen Reihen», sagte die Linke-Abgeordnete Katharina König-Preuss in einer Mitteilung. Sie warf Maier vor, zu wenig für ein AfD-Verbotsverfahren zu tun.
Maier hatte zuvor dem «Freien Wort» gesagt, er sehe es als notwendig an, «dass der Verfassungsschutz den aufkeimenden Antisemitismus in der Linkspartei stärker in den Blick nimmt». Israelbezogener Antisemitismus sei insbesondere bei der Jugendorganisation Solid keine Randerscheinung mehr, so Maier.