Thüringens Landesregierung stellte den Hochwasseropfern von Windehausen im Kreis Nordhausen Finanzhilfen in Höhe von einer halben Million Euro zur Verfügung. Das Geld sei eine soziale Unterstützungsleistung, weil viele Betroffene keinen oder keinen ausreichenden Versicherungsschutz hatten, teilte die Staatskanzlei in Erfurt mit. Etwa 80 Haushalte waren Ende Dezember in dem Ortsteil von Heringen von extremen Hochwassern sowie aufsteigendem Grundwasser betroffen.
Große Hilfsbereitschaft
Auf den von der Gemeinde auf etwa 1,7 Millionen Euro geschätzten Schaden hatten viele Thüringer mit einer großen Hilfs- und Spendenbereitschaft reagiert. Vom Verein Thüringer Hilfsfonds seien insgesamt 175.000 Euro gekommen - davon gingen 25.000 Euro an besonders betroffene Familien. 150.000 Euro erhielt die Gemeinde, der laut Staatskanzlei damit insgesamt 350.000 Euro an Spenden zur Verfügung standen, heißt es in einer Bilanz der Hochwasserhilfe.
Das Land habe sich für diese Unterstützung entschieden, «weil Elementarschäden für Haushalte in gefährdeten Gebieten schlicht nicht versichert werden oder entsprechende Prämien unmöglich zu bezahlen sind», erklärte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Hinzu komme, dass aufgestiegenes Grundwasser wie in Windehausen oftmals nicht vom Versicherungsschutz erfasst sei. Ramelow: «Die Betroffenen hatten schlichtweg keine Möglichkeit, vorzusorgen.»