Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hat seine Forderung nach Altersbeschränkungen im digitalen Raum bekräftigt. Es gehe nicht um Einschränkungen der Freiheit, sondern um Sicherheit und Schutz für Kinder, sagte Voigt im Landtag. Dort war eine Aktuelle Stunde zum Thema «Altersgrenze für soziale Medien? Im Spannungsfeld zwischen Kinderschutz und digitaler Teilhabe» von der CDU beantragt worden.
Vergleich mit Alkohol und Autofahren
Voigt gab zu bedenken, dass sich psychische Krankheiten bei Kindern verdoppelt hätten. Man gebe Kindern mit zwölf Jahren keinen Alkohol und lasse sie nicht Auto fahren. Warum solle man ihnen dann Zugang zu Plattformen erlauben, die süchtig machen könnten, argumentierte Voigt.
Der CDU-Politiker hatte vor einigen Woche in einem Gastbeitrag in der «FAZ» eine deutliche Einschränkung der Nutzung von Smartphones von Kindern und Jugendlichen gefordert. «Kein Smartphone vor 14», schrieb Voigt damals. Zudem sprach er sich dafür aus, dass soziale Medien erst ab 16 Jahren genutzt werden sollten.