Die ostdeutschen Bundesländer können nach Auffassung von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt einen Beitrag zur Verbesserung der Verteidigungssicherheit Deutschlands leisten. «Die geografische Lage macht die Infrastruktur in Ostdeutschland zum Schlüssel auch für Deutschlands Sicherheit», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Es gehe dabei auch um die Frage, wie eine sichere Verkehrs- und Energieinfrastruktur aussehen kann.
Voigt sieht auch Potenzial für die Wirtschaft. «Klar ist doch, dass die Wirtschaft im dritten Jahr der Rezession unter Druck ist», sagte er. Sein Ziel sei es, Arbeitsplätze in Thüringen zu erhalten und weiter auszubauen. «Wirtschaftlich kann das auch eine Möglichkeit sein, bestimmte Dinge, die weggefallen sind, zu kompensieren», sagte Voigt. Er nannte als Beispiel die teils unter Druck geratene Auto-Zulieferbranche. Seiner Meinung nach könnte auch sogenannte Dual Use Forschung - das heißt sowohl für zivile als auch militärische Zwecke - in den ostdeutschen Ländern stattfinden. «Auch die Wertschöpfung unserer Industrie spielt eine Rolle.»