Weniger Vorschriften, mehr Vertrauen: Thüringens Landesregierung hat dem Landtag ein erstes Gesetz zum Bürokratieabbau vorgelegt. «Die Menschen erwarten, dass der Staat funktioniert», sagte Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) in einer Sondersitzung des Parlaments in Erfurt. «Heute reißen wir die Mauern aus Überregulierung, Misstrauen und Papier ein.» Es gehe um einen Staat, «der nicht bremst, sondern ermöglicht».
Die Plenarsitzung wurde auf Antrag der AfD-Fraktion zeitweise unterbrochen, weil ihr Abgeordneter Jörg Prophet von Landtagspräsident Thadäus König mehrfach ermahnt wurde, zum Thema zu sprechen.
Kritik an dem Gesetz, das weiter in den Landtagsausschüssen beraten wird, kam von den Oppositionsfraktionen AfD und Linke. Die AfD-Abgeordnete Nadine Hoffmann sprach von einer Mogelpackung. Linke-Fraktionschef Christian Schaft warf der Regierung aus CDU, BSW und SPD viel Show vor.