Weniger Kontrollen, mehr Vertrauen - darauf setzt die Landesregierung nach Angaben von Ministerpräsident Mario Voigt beim weiteren Bürokratieabbau in Thüringen. «Wir wollen Kontrollen nur noch dort, wo sie wirklich nötig sind», sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Um Verwaltung und Betroffene zu entlasten, solle es künftig eine Risikoabwägung geben, wo Kontrollen erfolgen müssten.
Nach den Planungen des CDU-Regierungschefs soll ein zweites Gesetz zum Bürokratieabbau möglichst noch vor Jahresende dem Landtag vorgelegt werden. «Wir werden uns im September im Kabinett erstmals mit dem zweiten Gesetzentwurf befassen. Wir wollen an dem Reformprozess dranbleiben», sagte Voigt. Das erste sogenannte Thüringer Entlastungsgesetz war Ende Juni vom Parlament beschlossen worden.