Die Verhandlungen über den Thüringer Landeshaushalt gehen nach fast drei Monaten auf die Zielgerade: Nach einem erneuten Schlagabtausch zwischen der Regierungskoalition aus CDU, BSW und SPD und den Oppositionsfraktionen AfD und Linke soll am Donnerstag entschieden werden. Es geht um neue Rekordausgaben von etwa 15 Milliarden Euro jährlich und Rekordschulden von insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro.
Viel Streit über den Haushalt – wo sind Verbesserungen?
Vor allem für Städte, Gemeinden und Kreise und die Menschen, die dort leben. Die Koalition aus CDU, BSW und SPD hat in dem Haushaltsentwurf der Regierung bei den Kommunalfinanzen kräftig nachgebessert. Insgesamt sollen nach Angaben der CDU-Fraktion 277 Millionen Euro mehr vom Land in die Kassen der Kommunen fließen – zusätzliche 130 Millionen Euro im kommenden Jahr sowie 147 Millionen Euro 2027. Dahinter verbergen sich nach Angaben der CDU-Haushaltspolitikerin Ulrike Jary viele konkrete Ausgaben.
Vor allem hilft das Land, dass die Kreise und die großen Städte die explodierenden Sozialausgaben stemmen können - allein dafür soll es 122 Millionen Euro geben, so Fraktionschef Andreas Bühl. Darunter fallen unter anderem Sozial- und Eingliederungshilfen, die finanzielle Grundsicherung alter Menschen oder Zahlungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.