Eines der ältesten erhaltenen Stücke des ernestinischen Silberschatzes - ein großes Trinkgefäß aus dem 16. Jahrhundert - kehrt wieder nach Gotha zurück. Der Vierbecher «Willkomm» des Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen (genannt der Großmütige) werde ab kommenden Sommer zunächst in einer Sonderausstellung im Herzoglichen Museum präsentiert, sagte der Direktor der Friedenstein Stiftung Gotha, Tobias Pfeifer-Helke, der Deutschen Presse-Agentur. Das emaillierte und vergoldete Silbergefäß werde vorerst als Leihgabe der Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha'schen Familie gezeigt.
«Gemeinsam mit den Freistaaten Bayern und Thüringen streben wir an, das Objekt zu erwerben», kündigte Pfeifer-Helke an. Das als «national wertvoll» eingestufte Gefäß aus vier aufeinander gestellten Bechern solle dann dauerhaft abwechselnd auf dem Friedenstein in Gotha und der Veste in Coburg für die Öffentlichkeit ausgestellt werden. Laut dem Stiftungsdirektor gibt es bereits erste Gespräche zum Ankauf. Die Verhandlungen dazu sollen im kommenden Jahr fortgeführt werden.