Vier Wochen vor den Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen sind mehrere Hundert Menschen in Erfurt für den Schutz der Demokratie auf die Straße gegangen. Zu der Demonstration hatte die Bewegung «Omas gegen Rechts» aufgerufen, die seit einigen Jahren vor allem gegen rechtspopulistische und rechtsextreme Entwicklungen, Antisemitismus, Rassismus und Frauenfeindlichkeit kämpft. Die Demonstrierenden zogen in der Landeshauptstadt vom Landtag durch die Innenstadt zur Staatskanzlei. Laut Polizei verlief die Demonstration friedlich.
Die deutschlandweit aktiven Gruppen der «Omas gegen Rechts» treffen sich seit Samstag in Erfurt bei ihrem ersten Bundeskongress. Es gehe dabei vor allem um eine bessere Vernetzung der lokalen Gruppen, fachlichen Austausch und das Entwickeln neuer Ideen, sagte eine Sprecherin der Organisatoren. Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Pommer (Linke) würdigte anlässlich des Treffens den Mut und die Zivilcourage der Frauen. «Sie stärken die demokratischen Werte und fördern den Zusammenhalt im Land. Und das mit unschätzbarer Lebenserfahrung», sagte sie laut Mitteilung.