Investitionsstau, steigende Kosten und wenig Personal: Die Lage der 16 Thüringer Tierheime hat sich nach Einschätzung des Landestierschutzverbandes weiter verschärft. «Die Not ist groß, da die Tierheime nicht kostendeckend finanziert werden», sagte Verbandsvorsitzender Kevin Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. Es könne nicht sein, dass die Einrichtungen nur mit Spendengeldern über die Runden kämen. Die öffentliche Hand müsse ihrer Verantwortung nachkommen.
Die von den Kommunen gezahlten Pauschalbeträge reichten bei weitem nicht aus, um etwa die gestiegenen Preise für Tierfutter und tiermedizinische Behandlungen zu decken, sagte Schmidt. Auch die Personalkosten hätten sich durch die Anhebung des Mindestlohns erhöht. Generell fehle es an hauptamtlichen und gut bezahlten Arbeitskräften. Zu schaffen mache ebenso ein inzwischen riesengroßer Investitionsstau. Das Land fördere zwar Umbaumaßnahmen - in diesem Jahr mit rund 800.000 Euro - allerdings könnten damit beispielsweise keine Personalräume saniert werden, da diese nicht dem Tierheimbetrieb zugeordnet würden.