Jena (dpa/th) - Im Prozess um eine rechtsextreme Kampfsportgruppe hat die Staatsschutzkammer am Oberlandesgericht Jena vier Männer als «Knockout 51»-Mitglieder zu Haftstrafen verurteilt. Drei der Angeklagten sollen nach der Entscheidung zwei Jahre und zwei Monate, zwei Jahre und sechs Monate sowie drei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Der vierte Angeklagte erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.
Alle vier Angeklagten seien Mitglieder der rechtsextremen Gruppierung «Knockout 51» gewesen, sagte der Vorsitzende Richter der Kammer, Martin Giebel, bei der Urteilsverkündung. Auch im Thüringer Verfassungsschutzbericht 2022 wird «Knockout 51» als «gewaltbereite, neonazistische Vereinigungen mit demokratiefeindlichen Zielsetzungen» beschrieben.