Der Sozialstaat muss aus Sicht einer Expertin deutlich entschlackt werden. «Wenn man Sozialleistungen beantragt, ist das so ein Dschungel mittlerweile, dass Bürgerinnen und Bürger das fast überhaupt nicht mehr durchschauen können», sagte die Vorständin des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, Verena Staats, der Deutschen Presse-Agentur. Es gehe auch darum, angesichts von Fachkräftemangel den Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
Staats schlug unter anderem vor, Leistungen stärker zu bündeln oder Begriffe zu vereinheitlichen. Beispielsweise werde der Begriff «Einkommen» in unterschiedlichen Gesetzestexten unterschiedlich verwendet. «Und das ist natürlich was, wo man unbedingt einfach mal ran müsste, um das Gesetz verständlicher zu machen.»