Thüringens Sozial- und Familienministerin Katharina Schenk (SPD) befürwortet die Einführung einer Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige. Der demografische Wandel zwinge zu neuen Lösungen, erklärte Schenk vor der am Donnerstag in Hamburg beginnenden Familienministerkonferenz. «Ohne Umstellungen im System werden wir die Diskrepanz zwischen mehr älteren Menschen und weniger Pflegekräften nicht lösen können», hieß es in einer Mitteilung der Ministerin. Bereits jetzt seien pflegende Angehörige das Rückgrat des Systems.
Ein Familienpflegegeld ist nicht zu verwechseln mit dem Pflegegeld, das zu Hause lebende Pflegebedürftige zur Finanzierung von Unterstützungsleistungen erhalten. Es soll vielmehr deren Angehörigen die Chance geben, Pflege besser mit ihrem Berufs- und Lebensalltag zu vereinbaren, wie Schenk betonte.