In Thüringen sinkt die Einwohnerzahl voraussichtlich Anfang des kommenden Jahrzehnts unter zwei Millionen. Das geht aus der neuen Vorausberechnung zur Entwicklung der Bevölkerung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Laut mehrerer Berechnungsvarianten hat der Freistaat Ende 2030 demnach nur noch 1,99 Millionen Einwohner, bei anderen Varianten wird die Zahl 2031 erreicht. Ende 2024 waren es 2,1 Millionen.
Langfristiger Rückgang
Langfristig sagen die Statistiker einen Rückgang um bis zu ein Drittel voraus. Bis 2070, dem letzten Jahr der Prognose, sinkt die Einwohnerzahl in Thüringen auf 1,34 bis 1,66 Millionen.
Von der Entwicklung sind alle ostdeutschen Flächenländer betroffen. Die Bevölkerungszahlen gehen dort in allen Varianten zurück – bis 2070 um 14 bis 30 Prozent. In den westdeutschen Flächenländern soll die Bevölkerungszahl bei hoher Zuwanderung stabil bleiben, die Stadtstaaten können bei hoher oder mittlerer Zuwanderung weiter wachsen.