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Thüringen erlebt Rekordtief bei Geburtenzahlen

In Thüringen kamen im vergangenen Jahr nur noch 11.052 Kinder zur Welt. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
In Thüringen kamen im vergangenen Jahr nur noch 11.052 Kinder zur Welt. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa

So wenige Babys wie nie: Thüringen rutscht beim Nachwuchs auf ein Rekordtief. Was Statistiker zu den Gründen sagen – und wie viele Kinder eigentlich möglich gewesen wären.

Thüringen hat im vergangenen Jahr einen historischen Tiefstand bei den Geburten erreicht. Mit 11.052 Neugeborenen wurde der niedrigste bislang erfasste Wert registriert. Im Vergleich zu 2024 sank die Zahl um sechs Prozent, im Vergleich zu 2016 sogar um 40 Prozent, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte.

Den seit 2016 anhaltenden Geburtenrückgang führen die Statistiker auf zwei Ursachen zurück: Zum einen gibt es demnach deutlich weniger Frauen im gebärfähigen Alter, zum anderen bekommenen Frauen im Schnitt weniger Kinder.

Besonders stark ging den Angaben nach die Zahl der 25- bis 39-Jährigen zurück – jener Altersgruppe also, auf die im vergangenen Jahr mehr als drei Viertel aller Geburten entfielen. Im Schnitt lebten 2025 in Thüringen rund 149.000 Frauen dieser Altersgruppe und damit 19 Prozent weniger als 2016 (183.000).

Zugleich sank die Zahl der Kinder je Frau unerwartet deutlich: Bekamen Frauen 2016 rechnerisch noch durchschnittlich 1,63 Kinder, lag der Wert 2025 nur noch bei 1,20 Kindern je Frau – ein Rückgang um 27 Prozent.

Beide Entwicklungen zusammen erklärten den starken Einbruch der Geburtenzahlen, hieß es. Wäre die Geburtenziffer von 2016 auch 2025 erreicht worden, wären in Thüringen statt 11.052 mehr als 15.000 Kinder zur Welt gekommen.

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