Der 1. FC Magdeburg hat sich selbst wieder in den Abstiegskampf zurückgespielt und liegt nur noch drei Punkte von Relegationsplatz 16 entfernt. Beim Karlsruher SC kassierte die Mannschaft von Trainer Christian Titz am Sonntag mit dem 0:7 (0:4) die höchste Zweitliga-Pleite der Vereinsgeschichte. Marcel Franke (8.) und Budu Zivzivadze (13., 25.), Paul Nebel (40.), Marcel Beifus (50.), Igor Matanovic (51.) und Marvin Wanitzek (90.+1/Elfmeter) trafen für den KSC.
Magdeburg musste kurzfristig auf den erkrankten Innenverteidiger Tobias Müller verzichten, für ihn gab Andi Hoti sein Startelfdebüt. Dazu kehrte Luca Schuler nach seiner Rotsperre als echter Neuner wieder in die Startformation zurück. Karlsruhe wirkte vom Start weg gedankenschneller als die Magdeburger und ging nach gefühlvollem Freistoß von Wanitzek in Führung: Franke (8.) nutzte die fehlende Zuordnung der Magdeburger und köpfte am zweiten Pfosten zur Führung.
Die Magdeburger Fehleranfälligkeit blieb weiter spielbestimmend: Nach einem eigentlichen geklärten Ball dribbelte Innenverteidiger Daniel Heber ohne Not von der Außenbahn zurück in den Strafraum, verlor den Ball - Zivzivadze bedankte sich mit dem 0:2 (13.). Karlsruhe spielte aggressives Pressing, ließ den Magdeburger Spielaufbau schon in der Gästehälfte kaum zu - und stellte den FCM komplett kalt. Dann wurde der nächste Abwehr-Bock bestraft: Torwart Dominik Reimann spielte Daniel Elfadli in der Box an, obwohl der zugestellt war - erneut profitierte Zivzivadze (25.) mit dem 0:3.