Dynamo Dresden schlägt 1. FC Magdeburg 2:0 — Sander: «Wir haben verdient verloren»
Trainer Petrik Sander suchte erst gar nicht nach Ausreden. «Wir haben verdient verloren», sagte der Coach des 1. FC Magdeburg nach der 0:2-Niederlage bei Dynamo Dresden. Sein Team war in 85 der 95 Minuten die unterlegene Mannschaft, die es an vielem vermissen ließ, was sie in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte. So liefen die Magdeburger zehn Kilometer weniger als der Gegner. Zudem ärgerte sich Sander über die Schiedsrichter-Kritik aus den Reihen seines Teams. Tobias Müller schimpfte, vor dem Strafstoß zum 0:1 habe der Video-Assistent falsch entschieden. Sander konterte: «Bei der Situation gibt es keine zwei Meinungen: Es war ein klares Foul.» Der ansonsten starke Verteidiger Müller äußerte aber auch Selbstkritik: «Wir waren in unseren Abläufen und Positionierungen nicht klar genug. Es war ein Tag, an dem wir so manche falsche Entscheidung getroffen haben.» Kapitän und Torhüter Dominik Reimann, der sowohl beim präzise verwandelten Strafstoß von Niklas Hauptmann (9. Minute) sowie beim 0:2 durch das erste Profi-Tor von Simon Straudi (50.) machtlos war, fasste zusammen: «Wir waren nicht gefährlich genug und haben letztlich einfach nicht die Räume gefunden, um die Begegnung zu drehen. Unterm Strich war es keine gute Leistung von uns.» Tatsächlich waren die Magdeburger weit von ihrer Gefährlichkeit der vergangenen Spiele entfernt. Den zwei großen Chancen durch Mateusz Zukowski nach 19 Sekunden und Emmanuel Iyoha (4.) folgte erst kurz vor dem Ende durch Baris Atik noch ein Hochkaräter. Zu wenig, um die an diesem Tag gut arbeitende Dynamo-Deckung vor größere Probleme zu stellen. «Wir haben eine Riesenchance verpasst», sagte Sander. Statt auf Platz drei der Tabelle vorzurücken, rutschte der FCM auf Platz sechs ab. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenReimann moniert fehlende Gefährlichkeit