Dynamo Dresden unterliegt Holstein Kiel 0:3 und rutscht auf Platz 15
Dynamo Dresden bleibt ein gerngesehener Gast in fremden Stadien. Auch beim bisherigen Tabellenschlusslicht Holstein Kiel gab es nicht den ersten Auswärtssieg der Saison. Schlimmer noch: Durch die 0:3 (0:1)-Niederlage rutschte das Team von Trainer Thomas Stamm auf Platz 15 ab. Für einen Punktgewinn waren die Sachsen offensiv zu harmlos. Selbst ein Foulelfmeter von Niklas Hauptmann (63.) fand nicht den Weg ins Tor. «Das war schlecht geschossen. Wir können den Ausgleich machen, ich kann ihn machen. Wir hatten die zweite Halbzeit im Griff, hatten unabhängig vom Elfmeter genügend Chancen. Und dann kriegen wir hier ein 0:3», sagte Hauptmann selbstkritisch. Stamm hatte die gleiche Mannschaft auf das Feld geschickt, die vor einer Woche den 1. FC Magdeburg mit 2:0 bezwungen hatte. Was in dem Spiel klappte, funktionierte in Kiel nicht. Aus dem hohen Pressing mit Ballgewinnen wurde nichts gemacht. Dynamo war einfach zu unsauber in den Zuspielen, technische Fehler brachten die Sachsen immer wieder ins Hintertreffen. Echte Torchancen waren deshalb selten. Vincent Vermeij versuchte es immer wieder aus der Distanz, verzog aber auch immer wieder. So wie in der neunten Minute. Aus dem Abstoß resultierte ein Gegenangriff, bei dem die gesamte Dynamo-Abwehr schlecht aussah. Kvilitaia konnte unbedrängt aufs Tor laufen und mit einem 124 Kilometer pro Stunde harten Flachschuss Lennart Grill überwinden. Dynamo hatte zwar 60 Prozent Ballbesitz, einem Tor näher waren aber die Gastgeber. Bei einem Kopfball des früheren Dresdners Phil Harres (33.) hatten die KSV-Fans den Torschrei auf den Lippen, doch der Pfosten rettete die Dresdner. Zuvor hatte bereits Adrian Kapralik (27.) eine 100-prozentige Chance, er schlug allerdings am Ball vorbei. Aus der Pause kam Dynamo mit mehr Mut im Spiel nach vorn. Die meisten Flanken und Eingaben waren aber weiterhin zu ungenau, Kiel konnte relativ leicht verteidigen. Dennoch hatten die Sachsen nun mehr Chancen. Hauptmann lief in der 55. Minute in eine Eingabe von Jonas Sterner, Timon Weiner im Tor rettete mit einer Fußparade. Und er war auch im zweiten Duell mit Hauptmann der Sieger: Der Dynamo-Kapitän schoss den an Ben Bobzien verwirkten Foulelfmeter praktisch aus dem Stand ziemlich unplatziert ins Eck, dort lag aber bereits Weiner. Nach dieser Aktion war Kiel wieder oben auf, die Dresdner gerieten immer mehr wieder in die Verteidigung. Und hatten dort wie beim 0:1 in einigen Situationen keine Zuordnung. So konnte der nur 27 Sekunden zuvor eingewechselte Jonas Therkelsen (73.) mit einem von Nikolai Rapp noch abgefälschten Schuss das 2:0 markieren, ehe Harres (86.) per Kopf nicht nur Grill schlecht aussehen ließ, sondern auch den Deckel auf die Partie setzte. Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehaltenGleiches Dynamo-Team, aber schlechter als gegen Magdeburg
Keine Effizienz nach der Pause