Dass Peer Jaekel der erste Magdeburger war, der sich nach dem 1:6-Debakel zum Auftakt gegen Eintracht Braunschweig in der Mixed Zone stellte, hatte Symbolkraft. Da stellt sich ein Sportdirektor nicht nur vor Mannschaft und Trainer, sondern will auch aufkeimende Diskussionen um Personal, Spielweise und Einstellung im Keim ersticken - so der Eindruck.
Sander: «Von der ersten Minute verunsichert»
«Wenn man die ersten 90 Minuten einer Saison nimmt, hätte man schlechter nicht starten können. Die ersten 30 Minuten bis zur Roten Karte waren für mich schlimmer als das danach», setzte Jaekel an - um dann zuzugeben, dass er keine Erklärung für die mutlose Leistung habe, die das Team gezeigt hatte.
Weiter war da schon Trainer Petrik Sander auf der Pressekonferenz. Er begann mit einer Entschuldigung für die Leistung - ungewöhnlich genug - und legte dann gnadenlos den Finger in die Wunde: «Wir haben von der ersten Minute an verunsichert gewirkt. Ich kenne keinen Grund - habe aber eine Vermutung. Ich glaube, dass der ein oder andere im Kopf eine andere Erwartungshaltung hatte und dann so bitterbös gelandet ist.»