Mehlschwalben und Sommer gehören für viele Menschen zusammen - aber die kleinen Flugkünstler werden seltener in Thüringen. Viele Nester seien in diesem Jahr leer geblieben, erklärte der Naturschutzbund (Nabu) in Jena. Für den Rückgang der Schwalben seien Wetterverhältnisse, die industrialisierte Landwirtschaft sowie der Verlust von Brutstätten mitverantwortlich.
«In unseren Mehlschwalbenkolonien kamen die Vögel in diesem Jahr zwei bis drei Wochen später als sonst aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück. Im Gegensatz zum sonstigen Mittelwert von 50 bis 60 Brutpaaren, die jährlich an unseren Schwalbenhäusern brüten, wurden diesmal nur 25 bis 30 Prozent der Nester besetzt», erklärte der Nabu-Schwalbenbeauftragte Tino Sauer. «Ähnliche Meldungen erreichten uns aus dem ganzen Freistaat.»
Einen Grund für den Rückgang der kleinen Vögel sieht der Experte in den in Schneefällen und kalten Regenperioden in den Alpen 2025, als die Schwalben auf dem Weg in ihre Winterquartiere waren.