Beim Schutz für Schafe und andere Herdentiere vor Wolfsangriffen pochen Naturschützer auf mehr Transparenz. Das Thüringer Umweltministerium müsse seine öffentlich einsehbare Statistik über von Wölfen gerissenen Nutztiere erweitern, fordert der Nabu Thüringen.
Konkret gehe es darum, in die Übersicht den Status des sogenannten Herdenschutzes aufzunehmen. Denn entscheidend für die Bewertung der Lage vor Ort sei auch, ob Zäune oder andere Schutzmaßnahmen ordnungsgemäß aufgestellt wurden.
«Für die öffentliche, die mediale sowie die fachliche Bewertung der Übergriffe ist dies aber ein unbedingt notwendiges Kriterium. Nur so kann die Sachlage auch realistisch eingeschätzt werden», sagte Silvester Tamás vom Nabu Thüringen. So gebe es Fälle, in denen Wölfe Tiere gerissen hätten, obwohl Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, diese aber mangelhaft umgesetzt worden seien, bemängelt der Wolfsexperte.